28.03.2012

Nach der OB-Wahl in Mainz erwartet das Bündnis die zugesagten entschiedenen Schritte zur endgültigen Beendigung des KMW-Kohlekraftwerksprojekts

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Mainz / Wiesbaden 28.03.2012: Eine gewisse Ungeduld war den erneut zahlreich erschienenen Mitgliedern des Bündnisses für eine kohlekraftwerksfreie Region auf ihrer dritten Jahreshauptversammlung am 21.03.2012 in Mainz-Mombach schon anzumerken: Ein weiteres Mal musste der Vorstand berichten, dass sich in der Frage der endgültigen Beendigung des gescheiterten Projektes bisher nichts bewegt und die KMW weiter ihre Behauptung aufrechterhält, das Vorhaben "ruhe nur aufgrund finanzieller Probleme": "Das bedeutet seit Jahren Stillstand und Blockade für alle Versuche, die KMW entschieden auf Energiewendekurs zu bringen – wir erinnern uns noch gut, dass gerne behauptet wurde, 2013 gingen in Mainz die Lichter aus, wenn bis dahin kein neues Kraftwerk errichtet sei! Und nun sitzt man dort jahrelang untätig auf vielen Millionen Rücklagen!" erinnert Marc Legg, 1. Vorsitzender. Es gäbe aber endlich zwei Impulse, die Hoffnung machten:


Zum ersten die Mainzer OB-Wahl, zu der Marc Legg erläutert: "Wir gratulieren Michael Ebling zu seinem Erfolg und möchten daran erinnern, dass er uns in unserem Wahlprüfstein zugesagt hat, sich in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit des Themas gemeinsam mit seinem Wiesbadener Amtskollegen Müller anzunehmen. Spätestens nach Ablauf dieser Frist freuen wir uns auf ein erstes Gespräch mit dem frischgekürten Ratshauschef, indem er uns dann hoffentlich über die bereits erfolgten Schritte zum endgültigen Ende der leider immer noch nicht dauerhaft beerdigten CO2-Schleuder berichten wird."


"Eine andere vielversprechende Initiative hat die KMW selbst durch ihren kaufmännischen Vorstand, Herrn Ralf Schodlok, angekündigt" ergänzt Meinrad v. Engelberg, 2. Vorsitzender aus Wiesbaden: So habe der ESWE-Chef dem Umweltausschuss der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung am 09.03.12 erklärt, er wolle sich endlich für den Bau des längst genehmigten zusätzlichen GuD-Gaskraftwerks einsetzen. "Ein Vorschlag, den das Bündnis schon vor Jahren gemacht hat, den wir daher sehr begrüßen und uns gerne von ihm einmal näher erläutern ließen."


Die Mitgliederversammlung beauftragte den Vorstand, mit dem Mainzer OB und dem KMW-Vorstand so bald wie möglich das Gespräch zu suchen und auf umgehende Realisierung der viel versprechenden Ankündigungen zu drängen – " 'Jetzt mal Butter bei die Fische!' wie man volkstümlich so sagt!" ergänzte Marc Legg. "Und falls es, wahnsinnig genug, doch noch vor Gericht gehen sollte: Unsere Kasse ist gut gefüllt, unsere Rechtsposition weiter vielversprechend und die Motivation höher denn je. Wir hoffen aber, dass die KMW auch ohne OVG-Urteil einlenkt."


Dass das Bündnis auch zukünftig DIE regionale Plattform für alle Fragen der Energiewende darstellt, bestätigte ein kurzer Vortrag des unlängst in den Beirat aufgenommenen Vereins 'Rhein/Main Voll erneuerbar'  mit anschließender Diskussion. "Die enge Zusammenarbeit von Parteien, Vereinen, Institutionen und Initiativen, für die das Bündnis mit seinen über 700 Mitgliedern steht, ist das ideale Forum, um alle Fragen der Energiewende wirklich breit und ergebnisoffen zu diskutieren: Deshalb sind wir gerne Mitglied geworden!" ergänzte der Vorsitzende von 'Voll-erneuerbar', Hans-Werner Greß.

 

 

Jahreshauptversammlung des Bündnis für eine kohlekraftwerksfreie Region Mainz Wiesbaden e.V.

Einladung zur vierten Jahreshauptversammlung am Dienstag, 11.06.2013,...

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